Foodtruck eröffnen – Schritt für Schritt

Vegane Köstlichkeiten, orientalisches Streetfood oder einfach die gute alte Bratwurst – immer mehr von der Corona-Pandemie gebeutelte Gastronomen aber auch Gründerinnen und Gründer denken darüber nach, einen Foodtruck zu eröffnen.

Erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt die ersten Kilometer bewältigen:

  • Mit einem durchdachten Geschäftsmodell

  • Mit einem Businessplan, der alle Kosten berücksichtigt

  • Mit allen Genehmigungen, die Sie brauchen

  • Mit ansprechender Vermarktung

Zwar fallen auch hier Einnahmen aus Veranstaltungen bis auf weiteres aus, doch es locken auch Chancen, unter anderem durch: niedrigere Fixkosten, Take away-Service und Lieferdienste, mehr Flexibilität und Mobilität.


1. Kilometer: Zielgruppen- und Marktanalyse durchführen

Alles muss zusammenpassen: die Speisen, die Sie anbieten, und der Geschmack der Zielgruppe am Standort.

Überprüfen Sie außerdem, ob es an Ihrem gewünschten Platz Zugang zu Stromversorgung gibt, Parkplätze, Konkurrenten – und Kunden.

Tipp: Mitarbeiter von Krankenhäusern, Flughafen, Behörden, Ämtern und Firmen, die nicht ins Home Office auslagern können, Einkäufer in Supermärkten, Besucher von Märkten und Events.

Finden Sie parallel heraus, wie leicht oder schwer es ist, eine Standgenehmigung für den ausgewählten Ort zu bekommen.

2. Kilometer: Ihr einzigartiges Geschäftsmodell entwickeln

Sie haben sich einen Standort ausgesucht, an dem Sie stehen dürfen. Sie wissen, was für Kunden Sie dort antreffen, und vor allem welche Wettbewerber wie Restaurants, Cafés oder weitere mobile Anbieter.

  • Welches Street Food fehlt vor Ort und könnte nachgefragt werden?

  • Zu welchem Preis?

  • Bleiben Sie am Platz oder wollen Sie flexibel auch an weiteren Standorten verkaufen?

Beantworten Sie sich diese Fragen. Ihr Foodtruck wird nur mit einem einzigartigen Angebot Erfolg haben.

3. Kilometer: den Foodtruck Businessplan erstellen

Was muss bedacht sein? Organisiert sein? Und was kostet das? Stellen Sie für Ihren Foodtruck einen realistischen Businessplan auf und recherchieren Sie gründlich Ihren Bedarf, die anfallenden Kosten und den zu erwartenden Umsatz.

Lassen Sie sich dabei helfen, zum Beispiel von Gründerinitiativen oder der IHK.

Tipp: Informieren Sie sich über Förderprogramme für Gründer.

Wie teuer darf Ihr Foodtruck sein?

Ein neuer Foodtruck kostet mehr als ein gebrauchter. Schauen Sie nach günstigen Angeboten.

Wenn Sie ein Fahrzeug erst zum Foodtruck umbauen wollen ist das sehr aufwändig. Die bessere Wahl ist es, einen gebrauchten Foodtruck zu kaufen, der bereits eingerichtet ist.

Außerdem wird er den gesetzlichen Auflagen bereits entsprechen. Für alle, die Ihr neues Geschäft erst einmal ausprobieren wollen, bieten sich auch Miet-Trucks an.

Kosten, Nutzen, Einnahmen: Ihr digitales Kassensystem

Möchten Sie Speisen selbst zubereiten oder sie von einem Caterer anliefern lassen? Was ist effizienter? Wo kaufen Sie die Zutaten ein? Was müssen Sie dafür einkalkulieren? Ist ausreichend Lagerplatz vorhanden? Entspricht alles den gesetzlichen Hygienevorschriften? Was kosten Versicherung, Stromanschluss, Benzin und Standort? Liefern Sie selbst oder per Liefer-App? Wie hoch kann Ihr Umsatz sein?

Das alles fließt in Ihren Businessplan mit ein.

Apropos gesetzliche Bestimmungen

Vergessen Sie nicht das mobile finanzamtkonforme Kassensystem, zum Beispiel von SumUp.

Dieses digitale Kassensystem mit Bondrucker kann mehr als eine gewöhnliche Registrierkasse, denn es erfüllt die speziellen Anforderungen in der Gastronomie: vom bargeld- und kontaktlosen Verkauf bis hin zur Verwaltung von Bestellungen und Personal.

Das digitale SumUp Kassensystem ist mobil.

Es besteht aus Bondrucker, iPad, iPad-Ständer, Kartenterminal, Kassenlade, WLAN-Router und aktueller Software. Im Gegensatz zu einer Registrierkasse können Sie es an unterschiedlichen Orten und auch für Lieferungen prima nutzen.

Der integrierte Offline-Modus stellt sicher, dass wichtige Daten für Ihre Buchhaltung nicht verloren gehen – auch wenn einmal das Internet ausfällt. SumUp bietet monatliche und saisonale Lizenzen an. Das heißt, Sie können auch mal pausieren. Informieren Sie sich.

„Mit einem Startkapital von 80.000 bis 10.000 für einen Foodtruck ist man auf der sicheren Seite.“

5. Kilometer: Offizielle Genehmigungen und Papiere

Überlegen Sie sich die Rechtsform Ihres Unternehmens – davon hängt unter anderem ab, ob Sie einen Eintrag ins Handelsregister benötigen und wieviel Startkapital Sie brauchen.

Mit diesen Institutionen werden Sie in Kontakt treten:

  • Das Gewerbeamt: für Gewerbeanmeldung und den Gewerbeschein für Gaststätten und Imbisswägen Das Ordnungsamt: für den Reisegewerbeschein, die Erlaubnis zur Bewirtung im Freien, die Genehmigung im Rahmen des Imissionsgesetzes und gegebenenfalls die Ausschankgenehmigung für alkoholische Getränke

  • Das Straßenbauamt: für die Genehmigung für das Stehen an öffentlichen Plätzen Das Finanzamt: für die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung

  • Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe: Die Mitgliedschaft ist Pflicht, denn die Berufsgenossenschaft ist auch Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung

  • Die örtliche IHK: Auch diese Mitgliedschaft ist Pflicht. Die IHK meldet sich bei Ihnen, sobald Ihr Gewerbe angemeldet ist. Hier gibt es auch Kurse für den benötigten Gaststättenunterrichtungsnachweis

  • Das Gesundheitsamt: für das Gesundheitszeugnis und die Hygienebelehrung, die Lebensmittelhygieneschulung und Schulung nach §43 Infektionsschutzgesetz

  • Die Meldebehörde: für das polizeiliche Führungszeugnis

6. Kilometer: Design und Marketing

Machen Sie Ihren Foodtruck sichtbar und einzigartig.

Geben Sie ihm ein unverwechselbares Design, das zum Unternehmensnamen passt. Dafür können Sie auch mit einer Designagentur oder freien kreativen Dienstleistern zusammenarbeiten.

Die Gestaltung Ihres Trucks, die Speisen und der Mensch hinterm Tresen sind bestenfalls ein Erlebnis. So werden aus Kunden Freunde und aus Freunden Fans auf Facebook, Instagram und weiteren sozialen Medien.

Unterhalten Sie Ihre Fangemeinde mit Stories rund um Zutaten und Zubereitung, posten Sie neue Angebote und nette Erlebnisse rund um Ihren Truck.

„There’s no business like showbusiness“.

Lassen Sie es sich schmecken

Die ersten Kilometer haben Sie nun in Gedanken erfolgreich hinter sich gebracht.

Foodtrucks sind nicht nur ein spannendes und unterhaltsames Geschäft, sondern auch einträglich – wenn das Angebot auf Standort und Zielgruppe zugeschnitten ist. Es gibt viel zu beachten.

Aber Sie werden Schritt für Schritt vorankommen. Fahren Sie gut.

Christine Hauser

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