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Adrett: Zwischen Tradition und Moderne

Rund um den Rosenthaler Platz in Berlin lassen sich unzählige schöne Boutiquen finden. Aber ein kleiner Laden sticht besonders hervor durch seinen nostalgischen Namen und seiner besonderen Auswahl an Kleidungsstücken: Adrett.

Seit der Eröffnung 2012 verkaufen Ina und Torsten im Adrett deutsche Labels wie Hannibal, Tigha und Freibeutler. Wir besuchten ihre kleine Boutique und waren begeistert von der einladenden Atmosphäre und der Raumgestaltung, welche alt und neu perfekt mischt.

“Es sollte ein Laden werden, in dem wir selber einkaufen würden. Vieles, was wir gesehen haben, hat uns einfach nicht gefallen und damit kam die Idee, ein eigenes Geschäft aufzumachen.”

Für Torsten war das Leben als selbstständiger Ladenbesitzer nichts Neues, denn zuvor betrieb er 13 Jahre lang eine Bar im Prenzlauer Berg.

“Ich wusste von Anfang an, dass man eine Bar nicht ewig betreiben kann. Du arbeitest immer abends, am Wochenende und an Feiertagen. Ein Klamottenladen ist natürlich auch anstrengend. Du bist jeden Tag auf dich selbst gestellt, aber du hast abends frei und wenn der Laden zu ist, ist er zu.”

Adrett ist ein auffallender Name. Der Begriff ist gerade der jüngeren Generation nicht besonders geläufig, aber es gibt einen Grund für diese Namenswahl. Zu einer Zeit, in der viele Berliner Läden englische Namen annahmen, wollte Torsten etwas, was auf seine Herkunft und seine Kindheit in der DDR verweist. Torstens damalige Bar spiegelte auch diese EInstellung wieder: sie hieß Marietta, benannt nach einer Mokka-Milch-Eisbar zu Ostzeiten in Magdeburg.

“Viele Bekleidungsgeschäfte im Osten hießen Adrett. Einen Adrett gab es in Magdeburg, in Stendal und in vielen weiteren Städten. Als Kind ging man ins Adrett, wenn man schicke Sachen haben wollte.”

Aber Adrett ist nicht nur etwas Besonderes wegen seinem ungewöhnlichen Namen, sondern auch wegen den Klamotten, die man dort findet. Torsten verkauft nur Dinge, die ihm auch selber gefallen und legt bei der Auswahl sehr viel Wert auf Produktionsort und die Menschen, die hinter der Marke stehen.

“Uns geht es nicht darum, einfach zu verkaufen und das zu jedem Preis. Wir wollen schönes und individuelles Zeug haben, was es nicht überall gibt und dabei lokale Marken unterstützen.”

Adrett probiert nicht etwas zu sein, was es nicht ist. Dem, was die großen Ketten vorgeben, probieren sich Torsten und Ina so weit es geht zu entziehen. Im Adrett werden Mode-Hypes nicht mitgemacht und Mid-Season-Sales und übermäßige Präsenz in den sozialen Medien sind kaum zu finden. Stattdessen haben sich Thorsten und Ina für eine traditionelle Vorgehensweise entschieden, wie zum Beispiel persönliche Kundenbedienung.

Nicht im Strom mitzuschwimmen ist nicht immer einfach und das spüren auch Torsten und Ina. Aber jeder Kunde, der den Laden betritt, gemütlich eine Tasse Kaffee trinken und glücklich mit einem ganz besonderen Kleidungsstück den Laden wieder verlässt, bringt den beiden die Zufriedenheit und Energie, um weiterzumachen.

Was Torsten besonders an SumUp gefällt ist das schicke Design und die unkomplizierte Bedienung über eine App. Auch seine Kunden sind jedes Mal wieder verblüfft, wie ein so kleines Gerät Kartenzahlungen abwickeln kann.

Sein Tipp an alle, die vorhaben ein eigenes Geschäft zu eröffnen, ist es, stark zu sein und seinen eigenen Weg zu gehen.

“Wenn du deinen eigenen Laden hast, kommen ganz viele, die dir sagen, dass du noch unbedingt dies oder jenes brauchst. Man muss also stark und von sich selber überzeugt sein und sagen: “Ich mach das so, wie ich das will!””

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Blog author

Christine Lariviere